Uneinheitliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2009 (1)

Zusammenfassung der Veröffentlichung der Ergebnisse der wichtigsten Versicherungsgesellschaften, die im schweizerischen Markt tätig sind: Groupe Mutuel, Visana, Helsana, ZFS, Concordia, SwissRe, Groupe AXA und AXA Winterthur.
 

Groupe Mutuel – (Werte in CHF)

  • Sämtliche Versicherungssektoren (Grundversicherungen, Zusatzversicherungen, Altersvorsorge und Lebensversicherung) verzeichneten bessere Ergebnisse als erwartet.
  • Globaler Umsatz 3,1 Milliarden (3,08 Mrd. in 2008)
  • Umsatzsteigerung der Pflichtversicherungen um 0,8% auf 2,434 Mrd. (2,416 Mrd. in 2008)
  • Umsatzsteigerung der Zusatzversicherungen um 6,4% auf 465,4 Mio. (440 Mio. in 2008)
  • Positives Ergebnis von etwa 80 Mio. im Gesundheitssektor (+ 59 Mio. in 2008)
  • Vorläufiges Ergebnis der Grundversicherung: Erwartung eines „geringen“ Defizits (Verlust von 112 Millionen in 2008)
  • Umsatzsteigerung der Lebensversicherungen um 12,7% auf 48,7 Mio. (43,2 Mio. in 2008). Solvabilitätsspanne übersteigt 400% (304% in 2008).
  • OKP-Eigenkapital (Rücklagen der Versicherer): 17,5% (18,4% in 2008)
  • Stabile Verwaltungskosten – Eine strenge Rechnungskontrolle ermöglichte eine Kostensenkung in Höhe von 260 Millionen.
     

Visana – (Werte in CHF)

  • Deutlich rückläufiger Gewinn bei der Grundversicherung auf 300.000,- (700,000,- in 2008)
  • Rückgang des Ergebnisses aller Versicherungssparten auf 15 Millionen (23 Millionen in 2008)
  • Hingegen steigen die Rücklagen auf 23%, das ist weitaus mehr als die per Gesetz erforderlichen 10%.
  • Die Zahl der Versicherten der Grundversicherung stieg um 9% auf 585.000.


Helsana – (Werte in CHF)

  • Prämieneinnahmen in Höhe von 5,49 Milliarden (gegenüber 5,44 Mrd. in 2008)
  • Zunahme der Versicherungsleistungen um 3% auf 5,14 Mrd.(4,99 Mrd. in 2008)
  • Verlust in Höhe von 58 Millionen (Verlust in Höhe von 215 Mio. in 2008)
  • Die Eigenkapitalquote sank auf 13,8% (15% in 2008)
  • Combined Ratio 103,4% (gegenüber 102,8% im Jahr 2008)
  •  Änderungen im Verwaltungsrat (Ende März) und der Geschäftsleitung (Anfang Juli).


Zurich Financial Services – (Werte in USD)

  • Schadensversicherung – Rückgang um 8% auf 34,2 Milliarden USD
  • Lebensversicherung – Anstieg der Bruttoprämien um 19% auf 26 Milliarden USD
  • Combined Ratio verbessert sich um 1,3 Punkte auf 96,8%
  • Solvabilitätskoeffizient (Solvency I) übersteigt 180% (164% in 2008)
  • Nettogewinn von 3,21 Milliarden USD (CHF 3,4 Mrd.) steigt um 6% gegenüber 2008
  • Vorgeschlagene Dividende: 16,- CHF je Aktie (11,- in 2008)
  • Sparprogramm 2009 überstieg das Ziel von 900 Millionen USD; das Ziel bezüglich der Höhe der Kostenreduzierungen für 2010 und 2011 ist dasselbe
  • Die Anzahl der Beschäftigten des Konzerns verringerte sich von 57.609 auf 56.668 Vollzeitstellen und die Personalkosten gingen von 5,5 auf 5,1 Milliarden USD zurück
  • S&P-Rating: AA-/negativ (ohne Änderung).


Concordia – (Werte in CHF)

  • Prämienvolumen von etwa 1,9 Milliarden (1,8 Mrd. in 2008)
  • Reserven der Pflichtversicherung 17% (12% in 2008)
  • 682.000 Versicherte (670.000 in 2008).


SwissRe – (Werte in CHF)

  • Abnahme der Prämieneinnahmen um 4% auf 24,606 Mrd. (25,501 in 2008)
  • Abnahme der Sachversicherungs- und Haftpflichtversicherungsprämien um 3% auf 13,885 Mrd. (14,379 in 2008)
  • Abnahme der Lebensversicherungs- und Gesundheitsversicherungsprämien um 4% auf 10,679 Mrd. (11,090 in 2008)
  • Nettogewinn – 506 Millionen (Verlust von 1 Milliarde in 2008)
  • Combined Ratio verbessert sich auf 88,3% (97,9% in 2008)
  • Kostensenkung auf 205 Millionen verdoppelt (gegenüber 100 Mio. wie vorgesehen). Der Rückversicherer rechnet mit einer weiteren Kostensenkung von 400 Millionen in 2010
  •  Vorgeschlagene Dividende: 1,- (0,10 CHF in 2008)
  • S&P-Rating: A+/stabile (Herabstufung von AA- am 04.09.09).


Groupe AXA (Werte in EUR)

  • Nettoergebnis 3,6 Milliarden (gegenüber 923 Millionen in 2008)
  • Umsatzrückgang um 1% auf 90,12 Milliarden (91,22 Mrd. in 2008)
  • Umsatzrückgang um 4% bei Lebensversicherungen, Spareinlagen und Rentenversicherungen auf 8,6 Milliarden
  • Combined Ratio der Schadensversicherungen 99% (gegenüber 95,5% in 2008)
  • Solvabilitätskoeffizient 171% (127% in 2008)
  • Rückläufige Verschuldungsrate auf 26% (35% in 2008)
  • Vorgeschlagene Dividende: 0,55 je Aktie (0,40 in 2008)
  • Der wichtigste Faktor bei der Sanierung des Nettoergebnisses ist auf die Verbesserung des Ergebnisses bei den Lebensversicherungen, auf die rückläufigen Naturkatastrophen sowie auf die Zunahme latenter Wertzuwächse zurückzuführen
  • S&P-Rating: AA


AXA Winterthur – (Werte in CHF)

  • Bruttoprämieneinnahmen 10,233 Milliarden (gegenüber 10,344 Mrd. in 2008)
  • Nettogewinn 624 Millionen (Verlust von 129 Millionen in 2008)
  • Solvabilitätskoeffizient des Sektors Lebensversicherungen 200% (184% Ende 2008)
  • Schadensversicherungen – Steigerung der Bruttoprämien um 1,6% auf 3,263 Mrd. (3,211 in 2008)
  • Combined Ratio der Schadensversicherungen: 94% (93,6% in 2008)
  • Lebensversicherungen – Rückgang um 2,4% auf 6,970 Mrd. (7,133 Mrd. in 2008)
  • Verringerung des Personalbestands um 1,7% auf 4006 Vollzeitstellen
  • S&P-Rating: AA/negativ.

 

Quellen:
  • Groupe Mutuel (7. Januar)
  • Visana (27. Januar)
  • Helsana (28. Januar)
  • Zurich (4. Februar)
  • Concordia (10. Februar)
  • SwissRe (18. Februar)
  • Groupe AXA und AXA Winterthur (18. Februar)


Vorläufige Termine:

  • Helvetia (16.03.2010)
  • Bâloise (18.03.2010)

 

 

 

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